17. Reise nach Vancouver Island

Bowser, Kanada, 01.06.2016.

So, ohne grosse Umschweife nun die Ereignisse von Montag und Dienstag, damit bin ich dann halbwegs wieder im Zeitplan…Montag morgens wollte ich eigentlich noch vor dem Auschecken aus dem Hotel in Jasper einen Blog-Eintrag schreiben. Das hatte sich dann aber spätestens dann erledigt, als das Gestell meiner Brille beim Putzen (!!!) in der Mitte durchgebrochen ist. Jetzt ist es zum Glück nicht so, dass ich ohne Brille total blind wäre. Aber Computer und Fernsehen ist ohne Brille für meine Augen schon echt anstrengend.

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Alte (rechts) und neue (links) Brille.

Also habe ich dann spontan entschieden, das Schreiben des Blog- Eintrags auf Abends zu verschieben und bin lieber schnell in Richtung erstes Etappenziel (Kamloops) gefahren, um dort einen Optiker um Hilfe zu bitten. Bis dahin habe ich mehr schlecht als recht ein paar Mal versucht, meine Brille mit Tesafilm zu flicken, was aber nicht von riesigem Erfolg gekrönt war. An der Stelle hätte ich echt Panzertape gebraucht. Die Fahrt nach Kamloops war von der Natur aus wieder echt schön aber ich habe nicht so schrecklich häufig angehalten, um mir etwas anzugucken. Also auch kaum Fotos gemacht.

In Kamloops habe ich dann direkt einen grossen Optiker ausfindig gemacht und dort mein Problem geschildert. Da meine Brillengläser aus Glas sind, meinte die Optikerin dort, dass man die nicht nachträglich schleifen könnte, damit sie danach auch in ein anderes Gestell passen. Keine Ahnung ob sie damit Recht hatte oder nicht. Jedenfalls bedeutete das, dass wir nach einem Gestell suchen mussten, das so ziemlich die gleiche Gläsergrösse hat wie mein kaputtes Gestell. Nach einer Weile ist sie dann auch fündig geworden und siehe da: Die Gläser passten. Ja, in solch einer Situation darf man nicht wählerisch sein. Also habe ich das Gestell dann auch genommen obwohl ich es sowohl von der Farbe als auch vom Material und der Verzierung her echt *zensiert* finde. Aber das muss jetzt erstmal ein paar Wochen halten bis ich mir ein neues Gestell mit neuen Gläsern besorgt habe. Wird schon….

Abends bin ich dann ein bisschen in Kamloops Downtown herumgelaufen, habe mir den Park angeguckt und chinesisch zu Abend gegessen. Folgendes, amüsantes Schild habe ich in der Mitte einer Brücke gesehen, die über die Eisenbahnschienen geführt hat:

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Eisenbahnüberführung in Kamloops.
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Eingang zum Riverside Park in Kamloops.
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Ufer und Fluss im Riverside Park.
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Grosse Entenfamilie(n) im Riverside Park.

Dienstag vormittags ging es dann direkt weiter in Richtung Horseshoe Bay. Dabei habe ich mit Absicht nicht den schnellsten Weg (Highway 5) genommen, sondern bin über Logan Lake, Ashcroft, Cache Creek, Lillooet und Whistler in Richtung meiner Fähre gefahren. Auf dem Weg habe ich wieder viel schöne Natur bewundern können, aber auch ein paar andere interessante Sachen gesehen. Da waren z.B. der ausgetrocknete See zwischen Logan Lake und Ashcroft, der Kohleberg bei Ashcroft, der Brandywine- Wasserfall und generell das tolle Panorama, wenn die Strassen direkt am Berg entlang liefen.

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Halb ausgetrockneter See zwischen Lokan Lake und Ashcroft.
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Kohleberg (Mitte des Bildes, die deutlich schwarze Einfärrbung) bei Ashcroft.
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Strasse mit Bergpanorama.
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Brandywine – Wasserfall.

Da ich zeittechnisch großzügig kalkuliert hatte, konnte ich jeweils in Ruhe aus dem Auto aussteigen und mir die Dinge genauer anschauen. Trotzdem war ich dann doch sehr zeitig an der Anlegestelle in Horseshoe Bay und musste mich in keinster Weise abhetzen. Also insgesamt zwei Tage, in denen ich sehr viel Auto gefahren bin aber trotzdem etwas von Kanada gesehen habe. Jetzt liegen fünf volle Tage bei Kelly & Corey auf Vancouver Island vor mir und ich freue mich schon riesig drauf. Glaube ich werde morgen erstmal Wäsche machen und ein wenig Laufen gehen. Nach zwei Tagen im Auto werde ich schon wieder ein wenig unruhig und möchte mich bewegen. Mal gucken was mein rechter Knöchel dazu sagt. Ich bin zuversichtlich…

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Anlegestelle auf Vancouver Island aus Sicht der Fähre.

Der Musiktipp heute kommt von Deichkind und ich muss immer grinsen, wenn ich den Song höre. Zu viele lustige Erinnerungen dabei. Die Alben der Band sind echt Geschmackssache und ich kann sie nicht unbedingt empfehlen. Die besten Titel werden eigentlich immer als Single ausgekoppelt (Leider geil, Bück dich hoch,…) und der Rest der Lieder auf den Alben ist meiner Meinung nach nicht so doll. Ganz im Sinne des Musiktipps sollte ich vielleicht auch mal gross denken und mir die Canadian Death Race im Jahr 2017 oder 2018 als Ziel setzen. In 23:59:59, das würde reichen. Vielleicht probiere ich das, mal gucken.

Deichkind – Denken Sie groß

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Author: Ralf

Passionate Canada -Visitor and -Lover. Ex- Army Officer and Retail Manager. Long distance runner, climber, hiker, fan of all kinds of games and animal friend. Loves music but has a weird taste: British Metal, German Gangsta-Rap and most Rock/Punk- music.

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