14. Jasper – Wasserfälle

Grande Cache, Kanada, 28.05.2016.

Bevor ich jetzt den Blogeintrag für Donnerstag schreibe (irgendwie bin ich mit dem Blog ein bisschen hinterher… Werde versuchen, das bis Montag ein bisschen aufzuholen), muss ich kurz beschreiben wo ich bin und wie es hier ist. Grand Cache ist knapp 3 Autostunden von Jasper entfernt und auch für kanadische Verhältnisse ziemlich weit ab vom Schuss. Aber das Dörfchen hat einen sehr eigenen Charme (tolle Berge rundherum!) und es hat mir auf Anhieb gefallen. Ich bin ja eigentlich nur hier, um den Halbmarathon morgen zu laufen. Aber ich glaube, ich werde mir morgen noch ein wenig Zeit nehmen und die ein oder andere Sache hier anschauen. Angekommen bin ich heute am späten Nachmittag und habe mir mein “Race- Packet” im Tourist- Centre abgeholt. Die haben da schon eine Menge reingepackt, inklusive einer Trinkflasche und T-Shirt. Siehe Foto.

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Inhalt des Race- Packets für den Mountain Madness Marathon

Das mit der Flasche ist auch eine tolle Idee, vor allem weil es morgen keine Getränkestationen beim Lauf geben wird. Aber warum auch, es geht ja nur dauernd bergauf- und bergab wie mir gesagt wurde. 🙂 Einfach geil. 😉 Praktisch auch, dass man uns ein Bärenglöckchen mit eingepackt hat aufgrund der Bärengefahr rund um die Laufstrecke. Egal wie es morgen ausgeht, der Lauf hat schon jetzt seinen ganz eigenen Charme und ich finde das echt zum Grinsen. Ich glaube so einen Lauf macht man nicht so häufig im Leben. Wo wir schon bei einer anderen Sache sind, die mir heute ins Auge gefallen ist. Hier gibt es die sogenannte “Canadian Death Race” jeden Juli/August. Das ist ein 125 Kilometer Lauf. Okay, im Moment schaffe ich das mit Sicherheit noch nicht, das weiss ich. Keine Frage. Marathon wäre wohl drin aber ist mir zu langweilig. Vielleicht müsste ich wirklich mal mit der Marathon- Distanz anfangen und gucken wie das so klappt. Aber die Death Race ist vielleicht mal ein Projekt für die Zukunft. Man wird ja noch träumen dürfen. 🙂 Noch bin ich in einem Alter, in dem ich das schaffen kann. Ich war versucht, im Tourist- Centre auch ein paar Merchandising- Artikel von der Death Race zu kaufen aber das wäre einfach zu billig. Glaube sowas darf man erst tragen, wenn man erfolgreich teilgenommen hat. Also habe ich nichts dergleichen mitgenommen. Dafür aber ein paar andere Souvenirs, denn die hatten dort viele schöne, größtenteils auch handgemachte Sachen. Und ausserdem auch eine sehr nett gemachte, kleine Ausstellung über den Ort und seine Geschichte. Nach dem Besuch im Tourist- Centre habe ich dann getankt, mir ein Sandwich bei Subway geholt, den Ort des morgigen Marathon- Starts angeguckt und mein Bed&Breakfast- Zimmer bezogen. Hier hat ein Ehepaar einfach einen modernen Gästeraum mitten im Haus eingerichtet mit allem Schnickschnack (Badewanne, KingSize- Bed, riesiger Flatscreen- TV,…) und genau dort sitze ich jetzt. Ist schon irgendwie zum Schmunzeln wie es im Moment so läuft hier. Kann mich nicht beklagen…. 🙂

Aber jetzt erstmal zurück zum Donnerstag. Morgens habe ich zunächst die Sunwapta Falls besucht und bin dort bis zum unteren Teil der Wasserfälle gewandert. Die Wasserfälle an sich sind wirklich schön und ich habe es auch sehr genossen, dass dort nicht so viele Touristen unterwegs waren. Ja, das Thema hatten wir schon….

 

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Sunwapta Falls, oberer Teil.
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Sunwapta Falls, mittlerer Teil.
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Sunwapta Falls, unterer Teil.

Leider können die Bilder nur sehr beschränkt wiedergeben, wie es dort war. Vor allem die Gischt, das laute Rauschen des Wassers und der Panoramablick rundherum haben diesen Besuch zu einem Erlebnis für alle Sinne gemacht.Das Gleiche gilt auch für die Athabasca- Falls, die ich direkt danach besucht habe. Also jede Menge Wasserfälle an diesem Tag.

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Athabasca- Falls, Hauptwasserfall längs.
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Athabasca- Falls, Hauptwasserfall quer.
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Regenbogen am Athabasca- Fall.
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Rabe am Ufer des Athabasca- Rivers. Er pickt gerade Ameisen aus einem Ameisenhaufen.

Auch wenn die Sunwapta- Falls sicher nicht ganz so spektakulär waren wie die Athabasca- Falls, fand ich doch erstere irgendwie schöner. Liegt vielleicht daran, dass die Athabasca- Falls wirklich eigentlich nur aus diesem einen grossen Wasserfall bestehen und dann nicht mehr viel kommt flussabwärts. Oder es ist deshalb, weil bei den Athabasca- Falls auch wieder jede Menge Touristen waren und man teilweise Schwierigkeiten hatte, vor fotografierenden Leuten irgendwo mal in Ruhe zu stehen und zu gucken. Daher bin ich dann ein wenig flussaufwärts gegangen (dort wo kein Tourist freiwillig hingehen würde, gibt ja nix zu fotografieren da…), habe dort Pause gemacht und mir ein kleines Schauspiel angucken können. Ein Rabe kam zu mir gelaufen und hat anscheinend auf etwas zu Essen spekuliert. Gibt aber nix von mir, blöd gelaufen. Also ist er kurzerhand zu einem Ameisenhaufen gegangen, hat ihn ein bisschen auseinandergepflückt und sich dann ein paar der Tiere einverleibt. Solch ein Verhalten habe ich auch noch nicht von einem Raben gesehen…

Nach dem Besuch der beiden Wasserfällehabe ich mich auf den Weg nach Jasper gemacht. Dort angekommen, bin ich nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt weiter zum Pyramid Lake gefahren, da es noch früh am Nachmittag war und ich noch nicht in den Pine Bungalows einchecken wollte. Am Pyramid Lake bin ich dann wieder ein Stück gewandert und habe mir auch die Insel im Lake angeschaut. Allerdings muss ich sagen, dass der Pyramid Lake mit seiner Insel und dem namensgebenden Berg nicht soooo richtig spektakulär war. Obwohl das schon relativ ist, wenn man Superlative miteinander vergleicht. Der etwas eingetrübte Eindruck kann aber auch dadurch gekommen sein, dass es sehr bedeckt war und es dann auch angefangen hat zu regnen. Insgesamt hatte ich mit dem Wetter in Jasper nicht so viel Glück wie mit dem Wetter in Banff. Aber was kann man da machen? Zum Glück hatte ich keine Blizzards, also will ich mich nicht beklagen. Die Natur war auch mit Wolken am Himmel schön…

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Pyramid Lake mit dem namensgebenden Berg im Hintergrund.
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Insel auf dem Pyramid Lake.

Nach dem Besuch am Pyramid Lake bin ich dann zu den Pine Bungalows gefahren, habe dort eingecheckt und den Rest des Tages mehr oder weniger gechillt. Abends war ich dann noch in Jasper im Supermarkt einkaufen (TEUER!!!) und lecker beim Chinesen essen. Eine grosse Kanne toller China- Tee hat gerade mal 1,50 kanadische Dollar gekostet. Das war mal konkurrenzlos günstig!

Der heutige Musiktipp kommt von einer deutschen Rockband aus Bonn: Deserted. Grundsolider Rock, wobei das Album “Heroes” meiner Meinung nach deutlich besser ist als das “Awake”. Aber das ist Geschmackssache. Der empfohlene Track ist jedenfalls vom “Heroes”- Album:

Deserted – Rewrite History

 

 

 

 

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Author: Ralf

Passionate Canada -Visitor and -Lover. Ex- Army Officer and Retail Manager. Long distance runner, climber, hiker, fan of all kinds of games and animal friend. Loves music but has a weird taste: British Metal, German Gangsta-Rap and most Rock/Punk- music.

2 thoughts on “14. Jasper – Wasserfälle”

  1. Hallo, Ralf! An manche der Stationen deiner Tour können wir uns heute auch noch erinnern.Einfach deswegen,weil wir tolles Wetter hatten im Juli 1996.Werd nicht neidisch! Halbmarathon war schon damals für uns nicht machbar.Für deine aktuellen Läufe viel Erfolg und Ausdauer! Du kommst ja ganz gestählt zu LIDL zurück.
    Wir freuen uns auf weitere Fotos von deiner Tour.Sonntag Morgen nach dem Frühstück mit frischen Brötchen
    haben wir uns deinen Blog in Ruhe angeschaut.Haben von allen, die du besucht hast,ein positives Echo bekommen.Wir fürchten, die Kanadier werben dich noch ab.Mal schauen!Hast du schon ein schönes Steak gegessen, so circa 350 g direkt vom Grill?
    Grüße aus dem grünen Westerwald! Matthias und Adelheid

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  2. Hello Ralf,
    Your photos are spectacular! As a Canadian I appreciate your appreciation of our country.
    I am seeing our province through the eyes of a foreigner and it looks good!

    I can’t wait to see British Columbia—through your eyes!

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