11. Banff – Lake Louise

Canmore, Kanada, 25.05.2016

Seit dem letzten Eintrag sind jetzt schon ein paar Tage vergangen und eigentlich wollte ich schon gestern was geschrieben haben. Habe mich dann aber spontan gegen schreiben und für schlafen entschieden. War etwas müde gestern nach einem längeren Tag. Aber immer der Reihe nach. Ich werde die letzten beiden Tage als separate Einträge in den Blog bringen und fange jetzt erstmal mit dem Montag, 23.05., an. Ich werde versuchen, heute auch noch den Eintrag für den 24.05. zu machen, muss aber mal gucken wie ich das zeitlich hinbekomme. Muss um 11:00 Uhr aus dem Hotel auschecken, danach Wäsche machen und dann weiter in Richtung Jasper fahren. Wenig Zeit zu schreiben, fürchte ich. Aber mal gucken. Jetzt erstmal der Bericht von Montag…

Vorgestern bin ich früh morgens von Canmore zum Lake Louise gefahren und war dort erstmal über die Masse der dort herumlaufenden Asiaten verwundert. Und die meisten von Ihnen waren praktisch pausenlos damit beschäftigt, Fotos zu machen. Mit Smartphone, Kamera, Tablet, mit und ohne Selfie- Stick, Gruppenfoto,… Ganz schön schwierig, dort irgendwo lang zu gehen, ohne jemandem ins Bild zu laufen. Ich bin dann relativ schnell geflüchtet und habe mich mit Rucksack auf den Weg um den See herum gemacht. Und siehe da, je weiter man gegangen ist, desto weniger Leute waren noch da. Nachdem ich am anderen Ende des Lake Louise angekommen war, war dann niemand mehr da. Das war so schön, dass ich spontan entschlossen habe, einfach weiter zu gehen und eine Runde zu wandern. Mein genauer Wanderweg kann auf der folgenden Karte nachverfolgt werden:

20160523_163736 - Kopie
Wanderweg:  Lake Louise, Big Beehive, Lake Agnes, Little Beehive, Lake Mirror, Lake Louise

Der Wanderweg war unglaublich schön und man hat viele atemberaubende Ausblicke geniessen können. Allerdings auch ziemlich anstrengend das Ganze mit vielen Höhenmetern und einer Gesamtleistung von ungefähr 16 Kilometern. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt und es war ein echt wunderschöner Tag. Ich könnte hier gut 50 schöne Fotos posten aber das würde den Rahmen des Blogs sprengen. Also beschränke ich mich auf ein paar wenige und erzähle zu jedem Foto ein bisschen was.

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Hütte am “Big Beehive Lookout”

Den ersten Zwischenhalt auf meiner Wanderung habe ich am Big Beehive Lookout gemacht. Bis dorthin war es zwar ein steiler Anstieg (ca. 500 Höhenmeter), aber der Weg war schneefrei und bis auf ein paar umgekippte Bäume gut begehbar. Dort oben auf 2270 Höhenmetern fing dann aber der Spaß mit dem Schnee an. Zum Teil lagen da noch deutlich mehr als 20 cm und wenn man Pech hatte, konnte man auch schonmal bis zum Knie oder der Hüfte einsinken. Dafür war die Aussicht von dort oben einfach atemberaubend, vor allem auf den Lake Louise mit seiner ungewöhnlichen Färbung. Anbei nur drei der Bilder, die ich von dort aus gemacht habe.

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Lake Louise von oben, aus Sicht des Big Beehive Lookouts

 

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Gegenüberliegende Bergformation, aus Sicht des Big Beehive Lookouts
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Der noch zum Teil gefrorene Lake Agnes aus Sicht des Big Beehive Lookouts

Dort oben am Big Beehive Lookout habe ich mir dann auch erstmal in der Sonne eine Pause gegönnt und etwas gegessen. Interessanterweise hatte man dort oben guten Handy- Empfang und ich konnte ein bisschen mit Micha, Werner, Glenn und Jana über WhattsApp schreiben. Hat Spaß gemacht! Und dann hat es nicht lange gedauert, bis ich Gesellschaft bekommen habe. 🙂 Ich denke, die Tiere sind hier aufgrund des regelmäßigen Kontaktes zu Touristen nicht mehr ganz so scheu. Das Squirrel war jedenfalls sehr neugierig und hat mich erst nach einigen Minuten in Ruhe gelassen…

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Gesellschaft bei der Pause am Big Beehive Lookout

Nach der Pause habe ich dann überlegt, wie ich weiter wandern soll. Auf der anderen Seite des Big Beehive Lookouts lag der Lake Agnes, aber der Weg dort herunter sah echt abenteuerlich aus. Grosse Teile des Weges noch mit Schnee bedeckt und zum Teil war der Weg nicht breiter als 20cm. Auch gab es ein paar Passagen, wo man im Schnee steil herunter kraxeln musste ohne irgendwas vom darunter liegenden Erdreich sehen zu können. In den Situationen hatte ich schon ein komisches Gefühl im Bauch, dass vielleicht ein Schnee- oder Erdrutsch den Abstieg etwas beschleunigen könnte. Ist aber alles gut gegangen und war eine interessante Erfahrung. am Lake Agnes habe ich mir dann erstmal die Gegend angeguckt und im Westen nach einem Weg gesucht. Da war aber nichts, also bin ich entlang des Lakes in Richtung Teahouse gelaufen.

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Abstieg vom Big Beehive zum Lake Agnes. Man beachte die “Z”- Muster im Hang
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Zugefrorener Lake Agnes mit Teahouse am Ende des Lakes

Am Teahouse angekommen, habe ich überlegt, ob ich noch zum Little Beehive Lookout gehen soll oder nicht. Und eigentlich hatte ich auch keine echte Lust mehr, also habe ich mich auf den Weg zum Mirror Lake gemacht. Auf halber Strecke habe ich dann aber ein deutsches Ehepaar getroffen, die mir geraten haben, doch noch zum Little Beehive Lookout zu wandern. Also gut, was tut man nicht alles für einen guten Ausblick. Ich habe dann doch noch den Umweg zum Little Beehive Lookout genommen und es war auch von dort aus ein echt toller Ausblick. Alleine die zusätzlichen Höhenmeter dorthin waren etwas störend, aber was soll man machen?

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Blick vom Little Beehive Lookout auf Lake Agnes (links), Mirror Lake (unten mitte) und Big Beehive (Berg rechts)

Vom Little Beehive Lookout bin ich dann mit einem Zwischenstopp beim Mirror Lake zurück zum Lake Agnes gelaufen. Mirror Lake ist mit Abstand der Kleinste der drei Lakes und er ist eher unspektakulär. Aber nach so einem Tag der Superlative sicherlich kein Grund enttäuscht zu sein. Ich hatte einen bombastischen Tag und habe die tolle Natur in vollen Zügen genossen. Als letztes Bild habe ich noch eine Aufnahme, auf der man den Lake Louise und beide Beehive Lookouts sehen kann. Lake Agnes liegt rechts hinter dem Big Beehive Lookout und der Mirror Lake liegt vor und unterhalb von ihm. Beide Lakes sind in dem Foto nicht einsehbar…

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Big Beehive Lookout (mitte) und Little Beehive Lookout (rechts)

 

Als Musiktipp gibt es heute einen passenden Titel von Saxon. Tut mir leid, dass es wieder British Metal ist, aber die Musikrichtung ist einfach zu gut. Dieser Titel gehört auch zu meinen Favorites und kommt von dem Album “Innocence is no excuse”.

Saxon – Call of the Wild

 

 

 

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Author: Ralf

Passionate Canada -Visitor and -Lover. Ex- Army Officer and Retail Manager. Long distance runner, climber, hiker, fan of all kinds of games and animal friend. Loves music but has a weird taste: British Metal, German Gangsta-Rap, some Dance-pieces (mostly 90s), non- lyric beats and most Rock/Punk- music.

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