4. Calgary – erster Tag

Calgary, Kanada, 12.05.2016

Tag eins nach meiner Ladung in Kanada hat ungewöhnlich begonnen: Trotz grosser Müdigkeit am Vorabend konnte ich gestern nur bis ca. 5 Uhr schlafen und habe danach kein Auge mehr zugemacht. Kann gut sein, dass das ein Teil des Jetlags ist, ich weiss es nicht. Bin dann relativ früh zum Frühstück gegangen und dort bot sich fast das gleiche Bild wie in England: Hauptsache warm und deftig aber kein ordentliches Brot oder Wurst-/ Käsescheiben. Naja, ich habe mich ja schon daran gewöhnt und nehme mittlerweile auch mit Marmelade vorlieb… Nach dem Frühstück wollte ich eigentlich los zum Einkaufen aber da gibt es hier einen Haken: Die Geschäfte haben abends zwar lange auf, dafür öffnen sie morgens aber auch spät. Also hatte ich noch 2 Stunden Zeit, irgend etwas anderes zu machen. Da es hier in der Nähe einen Park gibt, entschloss ich mich dazu, dort eine Runde laufen zu gehen. Hat sich als gute Entscheidung rausgestellt. Heritage Park liegt im Westen/Südwesten Calgarys, ist extrem sauber und ruhig gelegen und einfach ein schöner Fleck Natur. Hier kann man Laufen, Radfahren und Paddeln oder Segeln. Zu allem Überfluss schien gestern auch noch die Sonne und es war angenehm warm, obwohl es noch früh am Morgen war. Da die Runde um den See dann doch etwas zu lang war, bin ich dann nur für eine Zeitlang am Ufer gejoggt und dann ins Hotel zurück gelaufen. Für ihre schöne Natur und die zum Teil in der Stadt gelegenen Parks und Naherholungszentren kann man die Kanadier nur beneiden… 🙂 Genauso wie für die Unmenge an Parkplätzen, die zudem ganz oft noch kostenlos sind. Undenkbar in den englischen Städten, in denen ich in den letzten Wochen so unterwegs war.

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Monument am Eingang von Heritage Park
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Segelboote und Marina im Heritage Park
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Lokomotive vor dem Parkplatz am Heritage Park

Nach dem Laufen bin ich dann in Richtung des nächsten Einkaufszentrums gefahren. Dort habe ich dann erstmal zwei Klamottenläden und einen Telefonshop besucht. Zwar habe ich nicht alles bekommen was ich gesucht habe, aber insgesamt war es doch erfolgreich. Alles was ich dort nicht bekommen habe, kann ich mir immer noch später in Edmonton besorgen, also kein Problem. Jetzt habe ich eine kanadische SIM- Karte und kann hier auch telefonieren, SMS schreiben und ins Internet gehen. Wobei die Telefon- und Datenkosten hier in Kanada doch erheblich höher sind als in Deutschland. Naja, soviel muss ich ja hier nicht mit dem Telefon kommunizieren. Nach dem Einkaufen bin ich dann in eine Wäscherei gefahren und habe erstmal Wäsche gemacht, damit ich in den nächsten Tagen auch was zum Anziehen habe. Von der Wäscherei aus ging es dann mit Umweg über das Hotel direkt weiter zu Brian, Nancy und Lucas, die mich um 17 Uhr zum Essen erwarteten. Die drei wohnen zusammen mit einem echt niedlichen 15 jährigen Hund im Süden von Calgary. Nancy hat ein wirklich tolles Menü gezaubert und wir hatten einen echt unterhaltsamen und schönen Abend. Von Brian habe ich mir dann noch ein paar gute Tips für meinen heutigen Tag in Calgary und für den weiteren Reiseweg geholt. Vielleicht treffe ich mich später noch mit ihm in Downtown auf einen Kaffee oder Tee, mal gucken.

So gut wie das Wetter gestern war, so schlecht ist es heute. Gestern noch Sonne und circa. 20 Grad, heute Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schnee. SCHNEE! Hierzu meinten Brian und Nancy, dass das schonmal vorkommen kann und man aufgrund der Nähe zu den Bergen schon häufiger mal extreme Wetterumschwünge hat. Nur gut, dass mein Golf noch Sommerreifen drauf hat….

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Blick vom Hotel aus in das Schneetreiben in Calgary

Der heutige Musiktipp kommt aus der US- Fernrsehserie “Blue Mountain State”, bei der es am Rande auch um Football geht. 🙂 Es ist das Titellied der Serie und rockt ziemlich:

Rev Theory – Hell Yeah

 

 

 

 

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Author: Ralf

Passionate Canada -Visitor and -Lover. Ex- Army Officer and Retail Manager. Long distance runner, climber, hiker, fan of all kinds of games and animal friend. Loves music but has a weird taste: British Metal, German Gangsta-Rap and most Rock/Punk- music.

2 thoughts on “4. Calgary – erster Tag”

  1. Na du! Der Deutscher fliegt nach Kanada. Was mietet er für einen Auto? Ein VW natürlich. Aber hallo, doch kein nicht-deutsches Auto. 😀 Haste die PKW’s schon angeguckt? Die sind echt riesig da. Am Abends gibt’s überall wilde Tiere draußen. Fahr einfach ein Stückchen am Abends wenn du außerhalb ein Stadt bist. Siehste bestimmt viel, aber mann muss dann auch mehr aufpassen. 😉
    Gestern warm und sonnig, heute kalt und Schnee. RICHTIG! So. Haste das jetzt auch gelernt. Verlass dich auch nicht auf die Wettervorhersagen da. Das hätte ich auch damals: Sonne im Vorhersage -> Sonne am Vormittag -> Blizzard Warnung kurz bevor 11Uhr -> Blizzard um 13:Uhr. Ja so geht das in Kanada. Ganz normal und man läuft noch immer seine Runde während Lunch Pause im Shorts!
    Vielleicht kannste Calgary’s Delikatesse mal probieren: Prairie Oysters. Also, die “Eier” vom Rind. Guten Hunger! By Booster Juice gibt’s übrigens gute leckere Shakes/Smoothies von Obst. Die sind wirklich geil und fast überall gibt’s den Laden. Tim Horton’s (Kanada’s beloved Kaffee Laden) ist interessant um mal zu sehen dass die Leute da im Drive-In stehen nur für Filterkaffee. 2nd Cup hat bessere Kaffee, also mit Espresso und so weiter. So das waren wieder was Sachen die mir spontan eingefallen waren. Bis denne wah!

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    1. Hi Glenn, danke für deine Tips. Ich werde versuchen das Ein oder Andere zu machen, auch von den Sachen, die du mir über Edmonton erzählt hast. Die “Prairie Oysters” lasse ich lieber mal weg und überlasse das den Teilnehmern des Dschungelcamps. Die werden schliesslich dafür bezahlt. Das mit den kanadischen Autos stimmt schon. Unheimliche Menge an SUV’s hier. Bei den aktuellen Sprit-Preisen (ca. 0,65 € pro Liter Super) hier ist das sogar noch bezahlbar mit den Kisten zu fahren aber das muss ich nicht wirklich habe… Ich hätte auch gerne ein nicht-deutsches Auto genommen aber die hatten in der Klasse nur noch den Golf da. Da kann man nix machen, ne?
      Tim Hortons kenne ich noch sehr gut von 2005. Werde dem Laden auch noch früher oder später einen Besuch abstatten, man kommt ja fast nicht drum herum. 🙂 Oder halt Starbucks, die gibts hier auch wie Sand am Meer…

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